Flexibilität der Geldanlage
Wie flexibel ist die Veranlagung? Die Flexibilität einer Veranlagung hat 2 Dimensionen Verfügbarkeit (Liquidität) der Mittel Vertragliche Bindung bzw. Laufzeit Die meisten Geldwertprodukte haben eine
Geldwertprodukte sind von der Inflation beeinflusste und oft vertraglich gebundene Sparformen. Einer Bank oder einer Versicherung wird Geld „überlassen“ – man bekommt hierfür (in der Regel) entweder laufend Zinsen und am Ende der Laufzeit das Kapital inkl. Zinsen.
Sofern nicht anders geregelt kann der Vertragspartner dazwischen mit dem Geld „machen was er will“.
Beispiele für Geldwertprodukte sind
Da der Geldgeber das Geld gibt und der Vertragspartner Geld (+Zinsen) schuldet, ist das ein Geldwertprodukt. Der tatsächliche Wert der Rückzahlung(en) in der Zukunft wird durch die Inflation geschmälert. Je länger die Laufzeit desto größer ist dieser Effekt.
Solange die Inflation größer als die (Effektiv-) Verzinsung ist, hat man am Ende mehr Kaufkraft als am Anfang. Abgesehen vom Schuldnerrisiko (Bankenkrise und Pleite sind möglich) kann ein Geldwertprodukt in dieser Konstellation mehr bringen. Ist das aber nicht der Fall, verliert man an Kaufkraft und somit an Wert.
Die letzten Jahrzehnte haben gezeigt, dass Geldwertprodukte auf Dauer die Inflation nur selten schlagen können.
Die Geldentwertung oder Inflation ist das, was wir als Preissteigerungen von Waren und Dienstleistungen spüren. Am Ende des Tages kann man folgendes feststellen: durch die steigende Geldmenge wird das Geld weniger Wert.
Ein Euro heute hat nicht die selbe Kaufkraft wie ein Euro in 10 Jahren.
Defakto wirkt die Inflation wie eine negative Verzinsung für jede Form von Geld. Egal ob es am Konto, in der Geldbörse oder unter dem Kopfpolster gelagert wird. Wie bereits beschrieben, sind Geldwertprodukte im Unterschied zu Sachwerten von der Inflation betroffen. Sie haben einen negativen Realzins.
Wenn Sie meinen, dies sei erst seit kurzem so, dass die Zinsen so niedrig sind und man vor der Krise (1970er-2008) noch eine positive Realverzinsung hatte, werden Sie im Diagramm sehen, dass das nur scheinbar so war. In den Zeiten vor der Krise und vor dem Euro waren die Zinssatz größer, dafür war die Inflation aber ebenfalls höher.
Ehrlich gesagt gar nichts – ihre Produkte sind eben so konstruiert. Das Problem der fast durchgehend negativen Realverzinsung hat die Anbieter auf folgende Idee gebracht: Viele Versicherungen bieten ihren Kunden eine Prämiendynamik an (=periodische Erhöhung der Prämien), um die Kaufkraft zu erhalten, bzw. sich gegen die Inflation abzusichern.
In einen Vertrag einzuzahlen, der effektiv nicht mehr Zinsen abwirft als die Inflation, bedeutet noch mehr Geld zu entwerten.
Es ist nicht die Aufgabe des Kunden, die Folgen der Inflation mit höheren Beitragszahlungen auszugleichen – das Produkt muss dies schaffen!
Die geeignete Alternative ist die Veranlagung in Sachwerte!
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